Tag 2

Singapur
Nach dem Aufstehen in der „Notunterkunft“ ging es mit Taxi zurück zur eigentlichen Unterkunft, natürlich auf Kosten der Gastmama.  Hier verstauten wir die Rucksäcke und machten uns mit Bus auf den Weg in die City. Singapur beeindruckt mit modernster Architektur, wobei alte Gebäude weiterhin im Stadtbild bestand haben. Ein erster Anlaufpunkt war der Bereich um Raffles City, wo wir diverse Malls aufsuchten. Nach dem Besuch der St. Andrews Cathedral schipperten wir mit einem Boot den Singapore River entlang – eine willkommene Verschnaufpause vor beeindruckender Kulisse. 
Ein ausgedehnter Spaziergang führte uns im Anschluss zu einem der „neuen“ Wahrzeichen der Stadt: Marina Bay Sands. Allein der Weg ist schon beeindruckend. Die Bäume links und rechts werden nicht etwa nur gegossen, sondern zusätzlich über eine Rohrleitung in Höhe der Blätter mit Wasser bedampft. Marina Bay Sands besteht aus drei Türmen, die im Untergeschoss über mehrere Etagen als riesiges Einkaufszentrum miteinander verbunden sind. Oben befindet sich im 56. und 57. Stock eine Terrasse in Form eines Schiffs, welches sich weit über die drei Türme hinaus erstreckt. Terrasse ist ein wenig untertrieben. Während im 56. Stock eine Aussichtsplattform zur Verfügung steht, so befindet sich oberhalb ein großes Freibad und eine Bar, alles mit einer Aussicht, die ihresgleichen sucht.
Nachdem wir die Mall in Augenschein genommen haben, schlichen wir uns in Tower 3 in einen Fahrstuhl und fanden einen gnädigen Gast des dortigen Hotels, der uns mit seiner Zimmerkarte den Knopf für das 57. Stockwerk drücken ließ. Ein Besuch der Aussichtsplattform kostet ansonsten 20 $, die wir doch lieber in Getränke in der Bar investieren wollten. Oben angekommen bleibt einem buchstäblich die Spucke weg. Der Ausblick ist einfach unglaublich, was sich allerdings auch in den Getränkepreisen niederschlägt. Zwei Tiger Bier mit Bedienung und einer Schale Chips bringen es da schnell auf 40 $.
Unser späterer Rückweg zur Raffles City machte wieder deutlich, dass Singapur nicht immer fußgängerfreundlich ist, solange sich das Leben oberhalb abspielt. Sobald man allerdings eine Treppe abwärts nimmt, um beispielsweise auf die andere Straßenseite zu gelangen, steht man oft nicht nur in einem U-Bahnhof, sondern mitten in einer Mall. Die Menschen, die man oberhalb manchmal vermisst, halten sich also in den klimatisierten „Tunneln“ auf.

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