Tag 4

Phnom Penh
Der Tuk-Tuk Fahrer des Vortages wäre kein guter Geschäftsmann, wenn er uns nicht gleich ein Angebot für den Folgetag unterbreitet hätte. Er schlug uns ein Gesamtpaket für $20 mit dem Besuch der Killing Fields, dem Tuol-Sleng-Museum und Wat Phnom vor. So waren wir dann nach unserem ersten warmen kambodschanischen Frühstück auf der Suche nach „unserem“ Fahrer. Da wir diesen nicht auffinden konnten unterbreiteten „wir“ diese tolle Idee einem anderen Tuk-Tuk Fahrer, der uns dann für $18 diesen Tag gefahren hat. 
Die knapp 14 km zu den außerhalb von Phnom Penh gelegenen Killing Fields von Choenung Ek verliefen unter größtem Staunen über den wahnsinnigen Verkehr und endeten in unserem Wunsch, ähnlich wie die Kambodschaner es taten, einen Mundschutz bzw. Kopfschutz zu tragen. An den Killing Fields mussten wir uns dann also erstmal sauber putzen. 
Für jeweils $5 wurden wir mit einem Audio Guide ausgestattet und uns der Eintritt in die Gedenkstätte gewährt. Die Geschichte der rund 17.000 Männer, Frauen, Kinder und Babys, die während der Herrschaft der Roten Khmer von 1975-1979 vom S-21 (Security Prison 21) in das Vernichtungslager Choeung Ek überführt wurden, wurde hier in Bild und Ton dargestellt . Erschreckend dabei war für uns der Anblick, der aus dem Sandboden ragenden Kleidungsreste, die ausgestellten Zahnreste, die 8000 zählende Schädelsammlung , die Tatsache dass diese Schreckensherrschaft der Roten Khmer gerade mal 30 Jahre her ist und vor allem dass die Killing Fields nur eines von  300 Vernichtungslagern in Kambodscha war.
Um diese Herrschaft vollends zu verstehen machten wir uns im Anschluss auf den Weg in das „S 21“ in Phnom Penh. Dieses Gefängnis wurde aus einer ehemaligen Schule in ein solches umgewandelt und klärt ähnlich wie die Killing Fields über die Gräueltaten auf. 
Als wir beide Gedenkstätten dann verließen war es knapp 15 Uhr und unser Tuk-Tuk Fahrer wartete immer noch, so dass er uns dann zu „Wat Phnom“ fahren konnte. Wat Phnom ist mit einer Erhebung von 27m der wohl höchste Hügel von Phnom Penh und einer Legende zufolge wurden seit der Erbauung 1373 in dieser Pagode die vier Buddha-Statuen, die Madame Penh im Mekong gefunden wurden, aufbewahrt. Ein Besuch dieser Pagode soll uns – ebenfalls einer Legende zufolge – Glück bringen. Na da wollen wir mal schauen!
Bevor wir wieder tot ins Bett fielen gönnten wir uns noch eine lustige Fußmassage für jeweils $3 und ein fantastisches  kambodschanisches Abendessen.

2 Gedanken zu „Tag 4

  1. Uli

    Ich freue mich jeden Tag auf eure Bilder und Erzählungen. Der Besuch auf den Killing Fields war sicherlich nicht einfach, ich hätte es aber auch gemacht.

    Heute erwarten wir einen Orkan, die Temperaturen sinken, es ist einfach nasskalt und grau.

    Weiter viel Spaß, passt schön auf.

    Papili Uli

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