Tag 26

Na Nai – Khao Lak
Gestern haben wir ja bisher nur verraten, dass wir Gäste des „Hanseatic School for Life“-Projektes waren, daher folgt nun die ausführliche Beschreibung des Projektes. Dieser Name ist wahrscheinlich nicht jedermann bekannt, vielleicht aber unter dem des ehemaligen Investors, des mittlerweile insolventen Bremer Reeders Beluga, „Beluga School for Life“. Mehr dazu auch hier: http://m.youtube.com/#/watch?v=Zo7eczhRm8s 
2004 nach der Flutkatastrophe, als Hilfsprojekt für Tsunami-Waisen und Menschen in Not gegründet, ist die „Hanseatic School for Life“ in der Provinz Phuket längst zu einer kleinen Dorfgemeinschaft zusammen gewachsen. Rund 150 Kinder haben hier ein neues Zuhause gefunden und leben in familienähnlichen Strukturen mit ca. 90 Erwachsenen zusammen.
Unser Rundgang startete bei der Hauswäscherei, in der u.a. die täglich nach Anlass wechselnden Schuluniformen gewaschen, getrocknet und gebügelt werden. 
Über ein Ausbildungszentrum für spätere Servicekräfte ging es durch den Kautschukwald in eine kleine Kautschukmanufaktur, in der der frisch ausgebildete Kautschukbauer Henning auch einen „Kautschuklappen“ breit walzen durfte. 
Danach ging es in den „kindergarten“, in dem wir uns nur verblüfft anschauten und über die Ruhe und Ausdauer der 4-6 jährigen während ihrer Malstunde gestaunt haben. In der neuerbauten Schule trafen wir dann  in einer Pause gleich auf mehrere Klassen, die während wir in der Mittagshitze mit unseren körperlichen Auswirkungen auf diese zu kämpfen hatten, wohl gelaunt und frisch und munter einfach nur fröhlich waren. Sie freuten sich sehr über unseren Besuch und begrüßten uns mehrfach      
mit dem Wort „S-a-w-a-d-i-k-a-h“, der thailändischen Begrüssungsfloskel, verbunden mit einer Geste des Zusammenführens der Handinnenflächen vor dem Körper. Und dies immer mit einem Lächeln im Gesicht.
Eine Musik- und Tanzklasse führte uns anschließend noch Teile des soeben erlernten thailändischen Nationaltanzes vor und erfreuten sich an unserem Fotoapparat, von dem sie dann noch unbedingt gefühlte 30mal  fotografiert werden wollten. Als das abgeschlossen war und der Unterricht fortgeführt werden konnte, ging es für uns noch  in den für die Hotelgäste erbauten Spa-Bereich, das Haus der Religionen, das Center for Communication, in die Küche, die Buchbinderei, die Bäckerei, die Wohnhäuser der Kinder und der Mitarbeiter, das kleine Tsunamimuseum, das Theater und den Fischteich. 
Diesen spannenden  Einblick haben wir einer Kommilitonin von Birgit, Eileen Ulrich zu verdanken. Sie leitet dort seit Mitte Dezember 2011  ein Workcamp mit fünf weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern und sorgt durch verschiedene Aktivitäten für Abwechslung im Alltag der Kinder. Wir danken Eileen für den aufschlussreichen Besuch und hoffen, dass auch unser Aufenthalt dazu beigetragen hat, den Kindern die eine oder andere Freude zu bereiten. 

Ein Gedanke zu „Tag 26

  1. Uli

    Hallo Birgit, hallo Henning,
    beim Lesen dieses beeindruckenden Artikels kamen mir sofort die Tränen. Ich bin stolz auf euch.
    Papili Uli
    Für die zweite Hälfte wünschen wir euch weiterhin viel Spaß, bleibt schön neugierig. Wir drücken euch die Daumen und warten jeden Tag auf die neuen Berichte.
    Danke
    Mama und Papa

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