Tag 35

Nanga Damai

Bis zum Nachmittag stand nur Erholung und Faulenzen auf dem Programm, bevor wir gegen 16:15 Uhr für eine Bootstour abgeholt wurden. Auf dem Trip sollten im Glücksfall Nasenaffen (Nasalis larvatus), Delphine, Krokodile und ein toller Sonnenuntergang zu sehen sein! „It’s wildlife, so no guarantee!“ Neben dem Skipper und dem Guide trafen wir in dem kleinen Hafen auf ein Pärchen aus Österreich – die Gruppe war also überschaubar.

Lustiger Fisch

Vom Santubong River, wo wir noch ein kleines Krokodil zu sehen bekamen, fuhren wir hinaus auf’s südchinesische Meer. 

Dort wo Fluss und Meer zusammentreffen, hat sich eine Gruppe kleiner Delfine angesiedelt, die den ganzen Weg aus dem Mekong hier her geschwommen sein muss. Respekt! Birgit bekam auch einen zu sehen, was wohl eher selten vorkommt. Eine kleine Insel, deren Ufer aus Mangroven besteht, war unser nächstes Ziel. Hier leben die nur auf Borneo beheimateten Nasenaffen, von denen wir einige vom Boot aus beobachten konnten. Die andere Hälfte der Insel besteht aus einem traditionellen Fischerdorf mit dem Namen Kampung Salak, dessen auf Stelzen gebaute Holzhäuser mit einem Steg miteinander verbunden sind. 

Da unsere Gruppe so klein war und unser Guide es gut mit uns meinte, legten wir an und bekamen eine Führung durch das Dorf, vorbei an dem Fußballplatz der nur bei Niedrigwasser bespielbar ist, bis hinauf zur Schule, deren Gebäude auf festem Untergrund errichtet wurde. Anhand der strahlenden Kinderaugen wurde uns hier auch wieder bewusst, wie wenig man doch zum Glücklichsein benötigt. 

Vorbei an den Nasenaffen genossen wir den rasanten Sonnenuntergang und ließen uns nach unserer Rückkehr von Lionel berichten, dass wir für unsere Tour tatsächlich den ersten komplett regenfreien Tag seit dem 26. November 2011 erwischt haben!

Da Greg und Ron ebenfalls am 16. Januar abreisen, spendierte uns unser Gastgeber Polycarp – ein echter Iban – am Abend etliche Bier, so dass wir den Aufenthalt feuchtfröhlich in gemütlicher Runde ausklingen ließen.

Für Borneo sollte man vielleicht doch mehr Zeit einplanen!

 

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