Andalusien – Tag 11

Granada – Alhambra

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, machten wir uns, entgegen jeder Empfehlungen (vorher im Internet Eintrittskarten für die Alhambra zu bestellen) auf den Weg zur Alhambra. Laut Reiseführer und Reiseberichten naher Verwandter soll man sich die Eintrittskarten für die Alhambra im Voraus im Internet kaufen. Da man sich aber beim Kauf bereits auf einen Tag und sogar Uhrzeit festlegen muss, passte diese Idee nicht in unsere spontane Planung der Gesamtreise. Woher soll ich denn vor zwei Wochen wissen, wo ich in zwei Wochen sein werde?!?!

Also fuhren wir auf gut Glück hin und parkten unseren Mietwagen auf dem Parkplatz vor der Alhambra. Kurz darauf wurden wir sofort von einem italienischen Touristen angesprochen und gefragt, ob wir noch ein Ticket bräuchten, er hätte wohl im Internet 5 bestellt, sie seien aber nur zu viert! Also schenkte er uns das fünfte Ticket! Na super, da hätten wir schon mal eines und v.a. 14,30€ gespart! Am Ticketschalter war es dann auch kein Problem ein weiteres Ticket für den Einlass von 14-20 Uhr zu kaufen. Also hatten wir nun 2 Tickets zum Preis von einem und mussten jetzt nur noch warten bis wir ab 14 Uhr hinein gelassen wurden.

Gegen 14:10 Uhr gelang uns dann der Eintritt in eines der besonderen Sehenswürdigkeiten Europas, ein Komplex aus üppig verzierten Palästen und bewässerten Gärten, und sogar Weltkulturerbe. Der erste Palast wurde hier im 11.Jahrhundert erbaut, wobei sich die Hauptzeit, in der sich das Leben auf der Alhambra entwickelte, auf das 14. Jahrhundert konzentrierte. Die verschiedenen Herrschaftszeiten (Araber, Nasriden und Christen) sind jeweils an sich vermischenden Baustilen gut zu erkennen und sehr eindrucksvoll.

Die Nasridenpaläste bilden das Kernstück der Alhambra und gewähren wegen der Fülle an Touristen nur halbstündlich Einlass, wobei die jeweilige Einlasszeit auf der Eintrittskarte notiert ist. Man sagt die Nasridenpaläste gehören wegen ihrer harmonischen Synthese aus Raum, Licht, Schatten, Wasser und Grünanlagen zu den schönsten islamischen Bauwerken Europas.

Insgesamt schafften wir einen Rundgang in 2 1/2 h, der wegen der vielen Treppen und den auch hier herrschenden Temperaturen von 30 Grad Celsius doch recht anstrengend war. Es ist wohl kaum vorzustellen, wie wohl zur Hauptsaison sich die Besucher im Weg rumstehen und die Anlage bevölkern. Eine gedankliche Reise ins 14. Jahrhundert wird dann wohl kaum mehr möglich sein.

 

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