Lanjia Lodge

Von Chiang Rai aus fuhren wir ins 90 Autominuten entfernte Kiew Karn Dorf im Chiang Khong Distrikt, wo sich unsere Unterkunft für den nächsten Tag befindet. Die Lanjia Lodge ist weniger eine einfache Unterkunft, als viel mehr ein Projekt zur Verbesserung des Lebensstandards der Bergvölker. Hierbei handelt es sich um Hmong und Lahu, die vor einigen Jahren von den umliegenden Bergen in das Tal umgesiedelt wurden. So leben in dem Dorf zwei Ethnien zusammen, die sogar zwei verschiedene Sprachen sprechen. Die Lodge wird von Asian Oasis vermarktet und gehört zur Population and Community Development Association. Durch dieses Projekt wurden u.a. Arbeitsplätze im Dorf geschaffen, Straßen gebaut, Mikrokredite ermöglicht und bereits mehr als 3000 Bäume gepflanzt. Sehr wichtig für uns ist auch die ökologische Verantwortung, die langsam in den Bewohnern wach wird. So wird seit letzter Woche (!) der Müll vor Ort getrennt, sodass das Verbrennen desselbigen am Straßenrand hoffentlich bald der Vergangenheit angehört.

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In die Natur fügt sich auch das Haus, in dem wir untergebracht waren. Es handelt sich um ein aus Bambus und Holz errichtetes Haus mit sechs Gästezimmern und einer großen Terrasse mit Blick auf den Mekong und das dahinterliegende Laos.

Unser Führer „Ton“, dessen Namen ich bestimmt falsch geschrieben habe, nahm sich viel Zeit und leitete uns durch den Tag. Auf dem Programm standen nach einer kurzen Einführung der Besuch des Dorfes inklusive einer Batikstunde, zweier Schamanen, einer Aufforstungsfläche, wo wir zwei Bäume pflanzten und einer Teefarm, wo wir mit Blick auf die Plantage in die Künste des Teetrinkens eingeweiht wurden.
Nach dem Abendessen wurde uns eine kleine Tanz- und Musikeinlage geboten, die verwendeten Instrumente – quasi eine Mischung aus Blockflöte und Dudelsack – hätten wir nur zu gerne für unsere Nichten, Neffen und sämtliche Kinder im Bekanntenkreis gekauft und mitgebracht. 🙂 Euer Glück, dass wir mit Rucksack reisen.
Anschließend gab es nur noch das große Haus und uns und wir krochen zeitig unter das Moskitonetz. Lanjia bedeutet auf Hmong wohl nicht umsonst „friedlich“.

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Ein Gedanke zu „Lanjia Lodge

  1. Thommy B.

    … Mülltrennung etwa nach deutschem Vorbild in den entlegensten Winkeln des Planeten? Simply unbelievable.
    Herzlichen Glückwunsch zum „Batik-Diplom“ – da hat man dann etwas Eigenes…;-)
    Die Floh-Schleuder bekommt 6 Punkte.
    Grüße von Thommy aus dem Hamburger Schmuddelwetter

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