Luang Prabang

Das Ziel unserer Mekong-Flussfahrt war Luang Prabang, wo wir in einem tollen Boutique-Hotel übernachteten. Der Ort und das Hotel gefielen uns so gut, dass wir sogar eine Nacht länger blieben, als wir ursprünglich geplant hatten.
Luang Prabang ist eine alte Königsstadt und zählt seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bevor jetzt falsche Vorstellungen zur Größe der Stadt aufkommen, sei an dieser Stelle angemerkt, dass Luang Prabang etwa 50.000 Einwohner zählt. Der Stadtkern ist wirklich liebenswert, wozu auch die Auflagen der UNESCO beitragen dürften, welche unnötige Veränderungen des Stadtbilds untersagen. Somit wird man beispielsweise nicht von Leuchtwerbungen erschlagen, in den Straßen rund um den Nachtmarkt zieren geschnitzte Holztafeln die Eingänge der Geschäfte und Reisebüros. Der Nachtmarkt, der eigentlich von ca. 18:00 – 22:00 Uhr stattfindet, lädt zum Bummeln ein, wenn man der Straße weiter folgt, findet man tolle Restaurants und ohnehin an jeder Ecke leckeres Streetfood.

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Um die Küche von Laos auch zu Hause genießen zu können, habe ich Birgit am Mittwoch zu einem Kochkurs geschickt. 🙂 Hierzu berichtet sie also selbst:

Beim Kochkurs des Tamnak Lao Restaurants, hier genannt Cooking Class, gibt es eine Day Class und eine Evening Class. Beide unterscheiden sich nur in der Länge und dem bei der Day Class stattfindenden Marktbesuch bzw. -einkauf. Da wir jedoch Mittags die viel bessere Idee hatten, und zwar mit Kinderfahrrädern zum dem auf einem Berg gelegenen Kloster Santi Chedi, zu fahren, blieb für mich die Evening Class. In der Evening Class traf ich alte bzw. neue Freunde: Jane, Alain und Marie, die wir auf unserer Mekongflussfahrt kennengelernt hatten. Außerdem gesellte sich eine fünfköpfige deutsche Reisegruppe zu uns. Nachdem uns die Zubereitung von fünf typischen laotischen Gerichten im Eiltempo demonstriert wurde, war unsere Schnippel- und Kochkunst gefragt. Zusammen mit Jane und Peter, einem Deutschen aus der vorgenannten Reisegruppe, kochte ich insgesamt drei Gerichte, die ich ganz sicher zu Hause ebenfalls ausprobieren werde. Die Rezepte werde ich in einem anderen Eintrag nochmal aufschreiben. Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen, wobei die beiden laotischen Köche erstaunlicherweise unser zusammengeschustertes Essen ablehnten.

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Tempel sind in Luang Prabang ebenfalls zu besichtigen; in Luang Prabang gibt es ganze 65 und dazu jede Menge Mönche, die hier noch mehr zum Stadtbild gehören, als in zuvor besuchten Städten.
Ein ganz besonderes Erlebnis ist dabei der allmorgendliche Almosengang, der „dag bat.“ Da es diesen eindeutig zu früh am Morgen zu sehen gibt, musste Birgit wieder ohne mich los. 🙂

Hierzu Birgit:
Der Wecker klingelte um halb sechs, ich schwang mich in meine neue Travellerballerbüchs und machte mich mit einem Fahrrad vom Hotel auf den Weg zur Sakkarine Road, einer der wichtigsten Straßen der Stadt. Hier durfte ich Zeuge dieser stillen religiösen Zeremonie werden. Orange gekleidete Mönche schreiten dabei in einer nicht endenden werdenden Reihe die Straße entlang und nehmen schweigend Essensgaben, meist den klebrigen „sticky“ Reis, entgegen. Die Gläubigen können durch die Gaben Verdienste für ihre nächste Wiedergeburt erwerben.
Alles in allem zwar sehr früh am Tag, aber dafür eine zauberhafte Stimmung.

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Ein Gedanke zu „Luang Prabang

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