Mit dem Bus nach Vientiane

Der aufmerksame Leser weiß: wir lieben es, Bus zu fahren. Das war schon in Kambodscha so und in Thailand wurde es sogar noch besser.
Jetzt haben wir es wieder getan – und zwar in Laos. Knapp elf Stunden im „VIP-Bus“ von Luang Prabang nach Vientiane. Bus war richtig, VIP eine eiskalte Lüge. Um 08:45 Uhr stand bereits ein schwankender Russe mit zwei Dosen Beer Lao unter dem Arm am Busbahnhof. In der Hoffnung, dass sich dieser unbeschwerte Mensch nicht neben uns setzte, tauschten wir unseren ein paar Tage zuvor in einem der vielen Reisebüros erworbenen Voucher gegen zwei Tickets am Fahrkartenschalter um. Die Fahrt sollte uns umgerechnet jeweils 13€ kosten.
Mit nun fest zugeteilten Plätzen fanden wir uns eine Sitzreihe hinter einem kleinen, etwa acht Jahre alten laotischen Mädchen und dessen Mutter wieder. Ansonsten befanden sich noch eine Handvoll Einheimische und jede Menge Reisende in unserem Alter im Bus. Während jeder Traveller neben seinem Handgepäck noch einen Rucksack dabei hatte, füllten die Einheimischen den Gepäckraum mit allem, was man sich vorstellen kann. Neben einer Waschmaschine, einem Tresor und zwei Motorrollern, wanderten auch beispielsweise einige Hühner in den Bauch des Busses.
Die Fahrt begann und wurde schnell kurvenreich, das Mädchen futterte den ein oder anderen Frühstückssnack und erbrach ihn wenige Minuten später. Kurze Zeit später war die Mutter dran. Nach zwei Stunden folgte eine erste kleine Pause, schlauerweise aßen Mutter und Tochter etwas. Den Rest ersparen wir euch, allerdings wiederholte sich dies nach jeder Pause. Nachdem in Vang Vieng etwa die Hälfte der Mitreisenden ausgestiegen war, suchten wir uns neue Plätze. Der anfangs erwähnte Russe, der übrigens mit Frau und Kleinkind reiste, deckte sich und seine Angetraute jede Pause mit zwei neuen Dosen Beer Lao ein, verhielt sich ansonsten aber friedlich.
Der Ausblick, der uns während der Fahrt geboten wurde, war schön, wenn nicht gerade wieder eine Ackerfläche brandgerodet wurde. Alles, was hier nicht gebraucht wird, wird verbrannt.

11 Stunden später kamen wir völlig erschöpft, vom Nichtstun, in Vientiane am Busbahnhof an.
Mit dem Tuk-Tuk ging es ins Hotel und anschließend aßen wir in der Nähe des Mekong zu Abend.
Was für ein Tag.

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