La dolce vita mit Kind und Kegel

Wohin mit dem Kind? Nicht etwa die Frage, wo wir das Kind abgeben können, damit wir wieder eine kleine Reise unternehmen können, sondern welche Art des Reisens und welche Reiseziele eignen sich mit einem Kind im Gepäck?

Nach kurzer Überlegung, da es sich ja noch um ein sehr kleines Kind handelt, entschieden wir uns für einen Roadtrip an und um den Gardasee in Italien. Das Wetter verspricht Ende Mai angenehm warm und doch nicht zu heiß zu sein und noch warten die Massen an Touristen, denen wir ohnehin gerne aus dem Weg gehen, eher auf den Hochsommer und die Hauptsaison.

Die ersten beiden Nächte verbrachten wir in dem wohl schönsten Örtchen am Gardasee, in Sirmione. Zumindest wird es so im Reiseführer angepriesen, wo auch täglich 10.000 Tagestouristen versprochen werden. Aber da wir auf diese nicht so scharf sind, haben wir uns die Nebensaison ausgesucht. Das Städtchen Sirmione ist eine wahre Laune der Natur, denn es ragt als schmale Halbinsel an der Südspitze des Gardasees in den selbigen. Die Altstadt ist nur zu Fuß zu erkunden, aber natürlich gibt es wenige autorisierte Fahrer (meist im Ferrari oder Porsche), die auch in diesen Bereich ihre Kutschen durch die engen Kopfsteinpflastergässchen bugsieren dürfen. Vorbei an etlichen Olivenhängen, engen Gassen mit süßen Boutiquen, kleinen Stränden und Thermalanlagen, warten am Ende der Landzunge die „Grotten des Catull“, eine palastartige Villa aus der römischen Kaiserzeit. Eine Besichtigung haben wir auf einen späteren Besuch verschoben.

Unsere Unterkunft ist sehr zu empfehlen, da sie direkt am See und nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt liegt, die man sonst nur mit einem längeren Fußmarsch oder mit dem Begleichen teurer Parkplatzgebühren erreichen kann. Für die Spaziergänge durch Sirmione trugen wir unser Kind größtenteils mit einer Tragehilfe, da etliche Treppen und die vielen anderen Besucher die Gassen weiter verengten und das Bugsieren eines Kinderwagens keine wirkliche Erleichterung darstellte.

 

 

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