Tignale

Von Sirmione aus machten wir uns auf den Weg an die Nord-Westküste nach Tignale. Die aus sechs Ortsteilen bestehende Gemeinde ist ein Juwel und dies gilt besonders für Gardola, der Teil von Tignale, der über die Post, den Supermarkt und das Rathaus verfügt. Hier haben wir mal eine neue Art der Unterkunft ausprobiert, quasi „Ferien auf dem Bauernhof“. Unter www.agriturismo.it findet man in Italien jede Menge Unterkünfte, wobei wir www.agriturismocollini.it uneingeschränkt empfehlen können. In einem alten Heuschober sind hier vier Ferienwohnungen entstanden, die keine Wünsche offen lassen. Neben Kaninchen, Ziegen, Eseln und Schweinen sagen sich hier nur Fuchs und Hase gute Nacht und auf dem Hof selbst hat man neben den schicken Wohnungen und dem Pool vor allem eines: Ruhe. Um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, muss man einen etwa 15minütigen Fußweg in Kauf nehmen und über einen schön ausgebauten Fußgängerweg ins nächste Örtchen wandern. Hier gab es die beste Pizza des Urlaubs und eine Führung durch die Olivenpresse. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Wallfahrtskirche Montecastello, welche sich auf einem Felsvorsprung unterhalb des Gipfels ihres Namensgebers Monte Cas befindet. Auch wenn man sich nicht für Kirchen interessieren mag, so ist der Ausblick definitiv einen Aufstieg wert.

Ein Tagesausflug führte uns zu Fuß nach Campione del Garda. Unsere Entscheidung, keinen Kinderwagen, sondern abermals die Trage für das Kind zu wählen, sollte sich nach den ersten Kilometern als absolut richtig erweisen. Über schlecht ausgeschilderte und teils halsbrecherische Wege marschierten wir einen Berg rauf und wieder runter und belohnten uns nach Zieleinlauf am See mit Kaltgetränken. Anschließend suchten wir einen Bus, der uns wieder nach Tignale bringen sollte. Busfahren in Italien ist allerdings auch ein Abenteuer, auf das zumindest Birgit gerne verzichtet hätte. Trotz der ca. 14 Kilometer, die wir zu diesem Zeitpunkt bereits zu Fuß zurückgelegt hatten, wäre Birgit lieber in unsere Unterkunft zurückmarschiert. 🙂 Da italienische Busfahrer aber Handyvideos angucken und gleichzeitig Serpentinen fahren können, kamen wir wohlbehalten wieder in Tignale an.

 

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