Verona

Ein Tagesausflug nach Verona zeigte uns, dass wir entweder noch nicht die im Urlaub angebrachte entschleunigte Fortbewegungsgeschwindigkeit erreicht hatten oder wir nicht für Städte dieser Größe und vor allem dieser Beliebtheit geschaffen waren. Es kann aber auch sein, dass es mal wieder an unserem Händchen liegen mag, die wichtigsten Feiertage des Landes mitzunehmen. So trafen wir am 31. Mai sehr viel mehr reisende Italiener als sonst auf den Straßen und vor allem in der Stadt an. Geschuldet war dies dem langen Wochenende, da der 2. Juni als Tag der Republik ein Nationalfeiertag ist. An diesem Tag wurde sich im Jahr 1946 gegen die Monarchie als Staatsform ausgesprochen. Dementsprechend war die Stadt mit Reisenden gefüllt die, wie wir natürlich auch, dieses lange Wochenende für einen Besuch der Stadt Verona nutzten.

Veronas Altstadt ist wunderschön, nicht zuletzt wegen ihrer vielen altertümlichen und sehenswerten Plätze. Die als verkehrsberuhigter Bereich angelegte Altstadt schmiegt sich in einen Bogen des Flusses „Etsch“. Die wohl von Touristen am meisten besuchte Sehenswürdigkeit konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Es handelt sich dabei um die sog. Casa Capuletti, die eher als Casa di Guiletta bekannt ist. Es heißt, dass hier das Mädchen lebte, welches Shakespeare in seinem Schauspiel „Romeo und Julia“ verewigte. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich bei dem Haus um ein ehemalige Gasthaus der Familie „Del Capello“ handelte, welches die Stadtväter dazu veranlasste der Legende ein Denkmal zu setzen. Nach einem wahren Kampf durchs Getümmel durch einen den Durchgang, der mittlerweile von Touristen bis zur Unkenntlichkeit angemalt wurde, gelangt man in einen Hinterhof. Hier kann eine Bronzestatue der Julia und der Balkon, der übrigens erst im frühen 20. Jahrhundert an die Hausfassade angebracht wurde, bewundert werden. Da dies gefühlt noch 1000 Andere mit einem gleich tun, wünscht man sich zu einer späteren Zeit hierher oder einfach an eine der vielen anderen zu bestaunenden Sehenswürdigkeiten Veronas.

Ein Tipp fürs Parken noch zum Schluss: wir nutzten den ca. 700m von der Altstadt entfernten kostenlosen Parkplatz an der Porta Palio.

 

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