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Tag 36

Nanga Damai – Kuching – Kuala Lumpur

Aus dem Dschungel – in den Dschungel 

Mit Air Asia ging es am Nachmittag zurück nach KL und mit dem Star Shuttle vom Flughafen aus nach Chinatown. Nach unseren Bus-Disastern in Kambodscha und Thailand fieberten wir dem hiesigen Gefährt kaltschweissig entgegen, immerhin sollte die Fahrt vom Flughafen in die Stadt auch fast anderthalb Stunden dauern. Am Busterminal angekommen konnten wir uns aber nicht beschweren: viel Beinfreiheit, Klimaanlage und ein Sitzplatz für jeden Fahrgast! Lediglich der ständig telefonierende Inder, der bei jedem dritten Satz die Nase hochzog, störte ein wenig.

Das Hotel ist sehr einfach und so verbrachten wir nicht unnötig viel Zeit auf dem Zimmer, bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machten. Kuala Lumpur ist wohl der krasseste Gegensatz zu unseren letzten Tagen auf Borneo, den man bei 105 Flugminuten im Umkreis finden konnte. Die ganze Stadt wuselt, das Verkehrsaufkommen ist gigantisch und überall gibt es Staus. Den Abend verbrachten wir in einer der vielen Malls und gönnten uns zum Abendbrot Sushi in einem Restaurant, in dem man mittels fest am Tisch angebrachter iPads in der Karte blättert und bestellt. Sachen gibt’s!

 

Tag 35

Nanga Damai

Bis zum Nachmittag stand nur Erholung und Faulenzen auf dem Programm, bevor wir gegen 16:15 Uhr für eine Bootstour abgeholt wurden. Auf dem Trip sollten im Glücksfall Nasenaffen (Nasalis larvatus), Delphine, Krokodile und ein toller Sonnenuntergang zu sehen sein! „It’s wildlife, so no guarantee!“ Neben dem Skipper und dem Guide trafen wir in dem kleinen Hafen auf ein Pärchen aus Österreich – die Gruppe war also überschaubar.

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Tag 34

Nanga Damai

Zum Frühstück begrüßte uns unser Gastvater und unterbreitete uns das Angebot, uns zum nahegelegenen Mountain Trek zu fahren, sodass wir uns kurze Zeit später auf einem Pfad mitten im Dschungel wiederfanden. Es gibt zwei Treks, einen blauen und einen roten, wobei wir uns zuerst für den blauen entschieden, der an seinem Ende auf den roten Trek führt. 

Links und rechts also der Dschungel und mittendrin nur wir. Im Dschungel herrscht eine feuchte Hitze, wie man sie in unseren Breitengraden nur in der Sauna erleben kann. Innerhalb von Minuten ist man komplett durchgeschwitzt, wofür auch der teilweise sehr schwierige und anstrengende Weg sorgt. Zwischendurch verschafften wir uns an diversen Bächen und Wasserfällen Abkühlung, bevor wir unseren Weg bergauf, bergab fortsetzten. 

Nach etwa zwei Stunden erreichten wir den roten Pfad, der noch mehr Seile und Strickleitern beinhaltete und wesentlich anstrengender war, als der blaue. Der mühsame Aufstieg wurde an Abhängen mit einem schönen Ausblick belohnt, sofern es das „Dach“ des Dschungels zuließ. Nach etwa sechs Stunden trafen wir wieder Zuhause ein, völlig erschöpft und halb verdurstet. Kaum angekommen brach wieder ein heftiger Regenschauer herein. Am Abend suchten wir zusammen mit Lionel und den Neuankömmlingen Greg und Ronney aus Neuseeland bzw. Australien ein Restaurant auf, bevor wir todmüde von den Strapazen des Tages ins Bett fielen.

 

Tag 33

Kuching – Nanga Damai

Mit dem Bus fuhren wir morgens nach Nanga Damai, zum Fuße des Gunung Santubong. Unser Homestay liegt hier quasi mitten im Dschungel und bietet von der Straße aus eine hübsche Kulisse. Empfangen wurden wir von Lionel, einem französischen Dauergast des Hauses, der zur Zeit drei Monate hier verbringt. Nachdem wir unser Zimmer bezogen, suchten wir das in der Nähe gelegene Sarawak Cultural Village auf, ein Freilichtmuseum, wo traditionelle Häuser und Handwerkskünste der verschiedenen Ethnien zu sehen sind. Bei Verlassen des Dorfes konnten wir uns von der Heftigkeit der hiesigen Regenschauer beeindrucken lassen, kamen aber nach einer kurzen Zwangspause trotzdem trockenen Fußes nach Hause, wo es im Anschluss ein riesiges Gewitter zu bestaunen gab. Abends gingen wir gemeinsam mit Lionel essen, wobei wir von ihm viel über Malaysia und Borneo erfahren konnten. Lionel ist ein Journalist und Schriftsteller und zusätzlich ein echter Asienspezialist.



 

 

Tag 32

Kuching

Da hier die Sonne für gewöhnlich eher untergeht sind die Tage hier auch etwas kürzer – die Sonne verabschiedet sich so gegen halb sieben. Das hieß für uns, wenn wir viel sehen wollen, müssen wir eben auch früh raus. Also verabredeten wir uns heute schon um acht Uhr mit einem Guide, der uns zuerst ins Semenggok Orang  Utan Rehabilitationszentrum fuhr. In einem kleinen Dschungelgebiet 32 km südlich von Kuching versucht man Orang Utans an ein Leben in Freiheit zu gewöhnen. Zweimal am Tag finden hier Fütterungen statt, die von den Besuchern beobachtet werden können. Da wir für die Reise nach Borneo  jedoch die Regenzeit gewählt haben ist der Dschungel prall gefüllt mit Früchten, so dass die Orang Utans nicht unbedingt auf eine Fütterung durch uns angewiesen sind. Trotz dieses Umstandes haben sich drei Orang Utans in unsere Nähe, zum Essen abholen, getraut. Ein wahres Naturschauspiel, dass auch durch die Pfleger nicht wirklich beeinflusst werden kann.

 

 

Anschließend führte uns der Guide zu einer weiteren Fütterung, die der Krokodile in Jong’s Crocodile Farm. Nicht ganz so beeindruckend, dennoch unsere erste Fütterung  dieser Art.

 

 

Sehr viel spannender und einzigartig war dann wiederum der Besuch des Langhauses Annah Rais. Weiterlesen

Tag 31

Kuching

Nachdem wir einigermaßen ausgeschlafen hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Ein paar Sehenswürdigkeiten gab es zu erkunden und so führte uns der Weg unter anderem zum Old Courthouse, dem früheren Sitz des obersten Gerichts, welches jetzt das Tourismuscenter, mehrere Tourismusagenturen und ein Restaurant beheimatet. Der Tagesausflug für morgen war schnell gebucht und im Anschluss fanden wir uns zum Essen im angrenzenden Restaurant ein.

In Malaysia ist es warm! Da Monsunzeit ist, sind nur wenige Touristen unterwegs, die Hauptsaison geht hier von Ende Februar bis September, wobei im Juni am meisten los sein soll. Die Straßen werden zumindest auf Borneo wenig befahren, es gibt Ampeln und Fußwege und ausnahmslos jeder Rollerfahrer trägt einen Helm. Mal sehen, ob uns in den folgenden sechs Tagen vor dem Rückflug nach Kuala Lumpur noch die vollständige Entschleunigung überkommt, die Menschen sind jedenfalls sehr entspannt und freundlich. 

Kuching ist übrigens die Katzenstadt: