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Koblenz

Nach Trier machten wir Station in Piesport, Zell, Treis-Karden und erreichten am Donnerstag schließlich unser letztes Ziel: Koblenz. 458 Kilometer haben wir mit unseren Rädern bisher zurückgelegt, ein paar werden wir noch drauflegen.

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In Koblenz haben wir aber nach Bezug der Ferienwohnung erstmal sämtliche Wege zu Fuß zurückgelegt. Als erstes ging es ins nahegelegene Deutsche Eck. Die Mündung der Mosel in den Rhein ist wohl eines der Wahrzeichen schlechthin. Im Schatten Kaiser Wilhelms erblickten wir unser nächstes Ziel: die Festung Ehrenbreitstein.

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Die Kyll entlang bis Trier und 3 Tage fahrradfrei

Die bisher schönste Fahrradroute war der Kylltalradweg von Bitburg bis Trier. Durch wenig Verkehr, einen asphaltierten Radweg entlang der Bahnschienen oder dem Fluss und die sehr gute Routenführung erreichten wir Trier eher als gedacht. Die Zeit war aber bitter nötig, denn unser Tagesziel sollte erst erreicht werden, wenn wir bei einer lieben Freundin – der Nancy – angekommen sind. Ihre Wohnung befindet sich auf der Nordseite Triers, auf dem Markusberg. Und dieser „Berg“ schaffte uns komplett. Wir legten in ca. einer halben Stunde eine Strecke von knapp drei Kilometern bei einer 25 prozentigen Steigung zurück. Oben angekommen beschlossen wir das Fahrrad bis Montag stehen zu lassen und Trier zu Fuß zu erkunden. (Vielen Dank nochmal für’s Chauffieren, Stefan!)

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In die Diskussion, welche Stadt die älteste Stadt Deutschlands ist, wollen wir gar nicht groß einsteigen. Fest steht, dass Trier die älteste römisch anerkannte Stadt ist und wir anhand der zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten, wie der Kaiserthermen, der Konstantinbasilika, der Porta Nigra, des Doms und vor allem des Amphitheaters, keine Zweifel daran haben. Jeder Ort birgt unzählige Geheimnisse und zeigt sich je nach Tageszeit in einem besonderen Licht.
Unbedingt sollte man auch etwas Zeit mitbringen und das neuere Geburtshaus des am 5. Mai 1818 geborenen Karl Marx in der Johannisstrasse besichtigen. Obwohl er kurz nach seiner Geburt in ein anderes Wohnhaus in Trier ziehen musste, wartet das Haus mit einem umfangreichem Museum über sein Leben, vor allem aber mit der Entwicklungsgeschichte seiner bekannten Thesen und Theorien auf.
Und am Samstagabend stand der Hauptgrund unserer Reise an: Nancy’s Geburtstagsparty!

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Die Weinberge rund um Südtrier zeigten sich bei einem Spaziergang am Sonntag von ihrer schönsten Seite und waren wohl der perfekte Ort, um sich nach der Party zu akklimatisieren.

Trier hat uns sehr gut gefallen, die Freundlichkeit unserer Gastgeber hat einen großen Teil dazu beigetragen.

Am Montagvormittag hieß es dann Abschied nehmen und bei bewölktem Himmel traten wir die Weiterreise ins knapp 55 Fahrradkilometer entfernte Piesport an. Rechts die Mosel, links die Weinberge und so begleitete uns auch ohne Sonnenschein ein nettes Panorama.

Abends Bit, morgens fit!

„Lasst Bitburg liegen und fahrt direkt nach Trier. Aber wenn ihr nach Bitburg wollt, dann nehmt doch lieber den Zug!“ schlugen uns gestern Abend unsere Herbergseltern vor. Da ein Zug jedoch nur als Reisebeginn-, Reiseend- und Nottransportmittel für uns in Frage kommt, haben wir auch heute – entgegen der deutlichen Warnung – unsere Fahrräder als Fortbewegungsmittel bevorzugt. Auch heute blieben wir auf dem Kylltalradweg und Nims-Radweg von unzähligen Höhenmetern nicht verschont und zugegebenermaßen haben wir uns auch kurz in den Zug nach Bitburg gewünscht. Bitburg wartete aber – wie sollte es auch anders sein – mit einer Besichtigungstour durch die gleichnamige Brauerei auf uns. Der Eintrittspreis von jeweils acht Euro amortisierte sich mit den fünf enthaltenen Getränkegutscheinen – natürlich für Produkte der Bitburger Brauerei. So kosteten wir uns vor, während und nach der Tour durch das Sortiment und wurden Teil der Bitburger Marken-Erlebniswelt. Bitburg hat uns schon allein des Wetters wegen gefallen.

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Anmerkung:
Dieser Beitrag wurde nicht durch die Bitburger Brauerei finanziert. Wobei angemerkt werden muss, dass zumindest ein Teilnehmer durch das alkohol- und kohlensäurehaltige Getränk, das durch Gärung aus den Grundzutaten Wasser, Malz und Hopfen durch ebendiese Brauerei gewonnen wird, in seiner freien Meinungsbildung positiv beeinflusst wurde.

Weiter durch die Eifel

Monschau – Einruhr – Vogelsang – Schleiden – Hellenthal

Aus Monschau nahmen wir anders als ursprünglich geplant die Eifel-Höhen-Route anstelle der Vennbahn. Nicht umsonst taucht allerdings das Wort „Höhe“ im Namen auf. Die durchgehenden 2% Steigung des Vortages waren dann doch ganz okay, angesichts der nun streckenweise folgenden 4 – 8%. Wenn man beim Schieben des Fahrrades den Lenker auf Höhe des Kopfes hat, dann weiß man, dass es bergauf geht…
Der Grund für die Strapazen war die auf dem Weg liegende NS-Ordensburg Vogelsang, welche nach den Parteitagsbauten in Nürnberg die größte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus darstellt. Die Größe ist wirklich beeindruckend, doch ein Besuch wird wohl ab Mitte 2014 erst wieder lohnenswert, da der Großteil der Anlage derzeit umgebaut wird.
Anschließend radelten wir weiter nach Hellenthal, wo wir nach dem Abendessen sehr früh zu Bett gingen.

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Hellenthal – Hollerath – Dahlem – Jünkerath – Gerolstein

Von Hellenthal aus hatten wir das Glück, von den am Vortag erstrampelten Höhenmetern der Eifel-Höhen-Route zu profitieren. Es ging viel bergab und die ersten Kilometer waren schnell zurückgelegt. In Hollerath gab es unweit des Radweges mit den Panzersperren des Westwalls ein weiteres Zeugnis der NS-Zeit zu sehen. Ab Jünkerath ging es weiter auf dem Kylltal-Radweg in Richtung Gerolstein. Auch der Blick auf die Gerolsteiner Dolomiten entschädigte nicht für den steilen Weg hoch zu unserer fantastischen Ferienwohnung der Familie Himmes.

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Hamburg – Aachen – Monschau

Samstagmorgen fuhren wir durch den Regen zum Bahnhof Dammtor, wo wir anschließend den InterCity nach Düsseldorf bestiegen. Mit zwei Fahrrädern und dem Gepäck gar nicht so einfach. Von Düsseldorf aus ging es weiter nach Aachen, empfangen von schönstem Sonnenschein. Die über airbnb gebuchte Wohnung war schnell gefunden und im Anschluss erkundeten wir die Sehenswürdigkeiten, Cafés und Restaurants der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt.

 

 

Unser heutiger Weg sollte größtenteils auf der Vennbahn entlang führen. Also starteten wir nach dem Frühstück auf der Suche nach dem Bahnhof Rothe Erde in Aachen. Die Vennbahn ist wohl aktuell einer der am komfortabelsten zu befahrenen Radwege. Es handelt sich bei diesem Radweg um eine stillgelegte Bahntrasse zwischen Aachen und dem belgischen St. Vith, welcher erst im Oktober 2013 komplette fertig gestellt werden soll. Komfortabel kann man dabei den komplett asphaltierten Belag und die Bahnhofshäuschen zum Unterstellen bzw. Verschnaufen bezeichnen, nicht aber die sich über 40km hinziehende Steigung von 2% (hört sich wenig an, aber puuuuuh !?€&@$).

 

Erst am Nachmittag erreichten wir das beschauliche, im Tal gelegene Monschau (hier verloren wir unsere über 40km gesammelten Höhenmeter in nur 2km). In Monschau sollte man auf keinen Fall einen Spaziergang durch die Altstadt, das Zwickelbier und Schnitzel mit Monschauer Senfsoße verpassen.

 

 

Froschfahrt

Unsere nächste Froschwanderung wird eher eine „Froschfahrt.“ Eine Fahrt, weil wir aufs Fahrrad umsatteln und die Radwege Vennbahn, den Eifel-Ardennen Radweg, den Kylltal-Radweg und den Moselradweg nutzen werden und dabei die Eifel und das Moseltal erkunden wollen.

Insgesamt werden wir dabei unter anderem Aachen, St. Vith (Belgien), Gerolstein, Bitburg, Trier, Bernkastel-Kues und Koblenz passieren und eine Strecke von ungefähr 500 km zurücklegen.

 

 

Wir freuen uns auf eine ursprüngliche, abwechslungsreiche und historisch geprägte Landschaft. Wenn wir uns auf diese Zeitreise der Natur zurück zu der Zeit der Vulkanausbrüche begeben, werden wir auf unserem Weg sicher auch die eine oder andere Hinterlassenschaft des 2. Weltkriegs entdecken. Wir sind gespannt, doch jetzt heißt es erstmal: packen! Das Packen für diese Reise stellt uns mal wieder vor eine große Herausforderung, denn wir haben nur vier Satteltaschen und zwei Lenkertaschen!