Schlagwort-Archive: Singapur

Tag 50

Singapur – Frankfurt/Main

Nach dem großartigen Frühstück checkten wir aus und lagerten unsere Rucksäcke beim Concierge, da unser A380 nach Frankfurt erst um 23:55 Uhr startete. Zu Fuß erkundeten wir wieder diese hochtechnologisierte Metropole und suchten häufig Zuflucht in einer der vielen klimatisierten Malls, um uns abzukühlen. Auch nach 50 Tagen hat man sich nicht an die Hitze gewöhnt. Glücklicherweise durften den Pool usw. noch nutzen, sodass wir frisch geduscht das Taxi Richtung Flughafen bestiegen.

Nachdem das Gate geöffnet wurde und alle Passagiere auf das Boarding warteten, wurde uns zum ersten Mal bewusst, wie viele Menschen in den A380 passen! Die derzeitigen Wartezonen sind für so viele Passagiere gar nicht ausgelegt. Am beeindruckendsten ist aber der Flieger selbst. Auf den ersten Blick sind im Gang vorne und hinten kein Ende in Sicht und auch die Anzahl der Notausgänge zeugt hiervon: der A380 hat ganze 16…

Tag 49

Desaru – Johor Bahru – Singapur


Morgens fuhren wir nach Johor Bahru, wo am Busterminal Larkin der Vermieter wartete, um unseren Wagen in Empfang zu nehmen. Mit dem Bus fuhren wir im Anschluss die kurze Strecke nach Singapur. Die Prozedur ist wirklich eingespielt und vollzieht sich wie folgt:

für wenig Geld besteigt man in Johor Bahru einen Bus. Dieser fährt dann in einen malaysischen Grenzterminal. Nach der Pass- und Gepäckkontrolle geht es auf der anderen Seite wieder raus, wo der Bus bereits wartet. Dann fährt man erneut ein paar Kilometer und landet im Terminal Singapurs. Nach den Einreiseformalitäten findet man am Ausgang dann wieder seinen Bus und fährt – je nach Busgesellschaft – in die City. Ganz wichtig ist, dass man das Ticket behält, ansonsten darf man ein neues lösen.

Die restliche Strecke zum Hotel legten wir mit den Rucksäcken zu Fuß zurück und bekamen mal wieder die große Hitze Südostasiens zu spüren. 

Singapur ist ein schöner Start- und Endpunkt einer solchen Reise und bereitet uns nebenbei auch wieder auf die europäischen Preise vor…

Am Nachmittag besuchten wir den Fort Canning Park und natürlich die Battle Box, ein Museum in einem Bunker, in dem die Briten 1942 ihre Kapitulation gegenüber den Japanern erklärten. 

Tag 3

Singapur – Phnom Penh
Nachdem ich in der Nacht zuvor mehrfach geträumt hatte, dass irgendwas bei unserem Flug nach Kambodscha dazwischen kommt, bestieg ich mit einem mulmigen Gefühl das Taxi zum Flughafen. Der Check-In verlief reibungslos, bis auf den Kaffee war das Frühstück bei Burger King okay und zu unserer Überraschung gab es sogar einen Dunkin Donuts. Mit der Fluggesellschaft Jetstar ging es nun direkt in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh. Bei Einreise gab es für 20$ ein Touristenvisum, welches uns den Aufenthalt für insgesamt 30 Tage gestatten sollte. Eine erkennungsdienstliche Behandlung – einscannen aller 10 Finger plus Lichtbild – inklusive.
Mit dem Taxi ging es dann zum Hotel Cara. Das Hotel macht einen anständigen Eindruck und nachdem wir das erste Zimmer gewechselt haben, sind wir auch mit den Räumlichkeiten zufrieden. Phnom Penh ist einfach nur krass. Überall wuselt es, die Straßen sind voll von Motorrollern, Autos, Fahrrädern und Menschen. Beeindruckend. Mit dem Tuk-Tuk ging es nach Bezug des Zimmers auf zum Königspalast, der Silberpagode und dem Nationalmuseum. Es gibt viel zu sehen – ein Bild sagt mehr als tausend Worte. 
Nach einem ausgiebigen Abendessen ganz nach dem Motto „Sleep till you are hungry,  eat till you are sleepy“  am Ufer des Mekongs suchten wir wieder das Hotel auf, wo wir aufgrund der Vielzahl der Eindrücke gegen halb neun todmüde ins Bett fielen…

Tag 2

Singapur
Nach dem Aufstehen in der „Notunterkunft“ ging es mit Taxi zurück zur eigentlichen Unterkunft, natürlich auf Kosten der Gastmama.  Hier verstauten wir die Rucksäcke und machten uns mit Bus auf den Weg in die City. Singapur beeindruckt mit modernster Architektur, wobei alte Gebäude weiterhin im Stadtbild bestand haben. Ein erster Anlaufpunkt war der Bereich um Raffles City, wo wir diverse Malls aufsuchten. Nach dem Besuch der St. Andrews Cathedral schipperten wir mit einem Boot den Singapore River entlang – eine willkommene Verschnaufpause vor beeindruckender Kulisse. 
Ein ausgedehnter Spaziergang führte uns im Anschluss zu einem der „neuen“ Wahrzeichen der Stadt: Marina Bay Sands. Allein der Weg ist schon beeindruckend. Die Bäume links und rechts werden nicht etwa nur gegossen, sondern zusätzlich über eine Rohrleitung in Höhe der Blätter mit Wasser bedampft. Marina Bay Sands besteht aus drei Türmen, die im Untergeschoss über mehrere Etagen als riesiges Einkaufszentrum miteinander verbunden sind. Oben befindet sich im 56. und 57. Stock eine Terrasse in Form eines Schiffs, welches sich weit über die drei Türme hinaus erstreckt. Terrasse ist ein wenig untertrieben. Während im 56. Stock eine Aussichtsplattform zur Verfügung steht, so befindet sich oberhalb ein großes Freibad und eine Bar, alles mit einer Aussicht, die ihresgleichen sucht.
Nachdem wir die Mall in Augenschein genommen haben, schlichen wir uns in Tower 3 in einen Fahrstuhl und fanden einen gnädigen Gast des dortigen Hotels, der uns mit seiner Zimmerkarte den Knopf für das 57. Stockwerk drücken ließ. Ein Besuch der Aussichtsplattform kostet ansonsten 20 $, die wir doch lieber in Getränke in der Bar investieren wollten. Oben angekommen bleibt einem buchstäblich die Spucke weg. Der Ausblick ist einfach unglaublich, was sich allerdings auch in den Getränkepreisen niederschlägt. Zwei Tiger Bier mit Bedienung und einer Schale Chips bringen es da schnell auf 40 $.
Unser späterer Rückweg zur Raffles City machte wieder deutlich, dass Singapur nicht immer fußgängerfreundlich ist, solange sich das Leben oberhalb abspielt. Sobald man allerdings eine Treppe abwärts nimmt, um beispielsweise auf die andere Straßenseite zu gelangen, steht man oft nicht nur in einem U-Bahnhof, sondern mitten in einer Mall. Die Menschen, die man oberhalb manchmal vermisst, halten sich also in den klimatisierten „Tunneln“ auf.

Hinreise / Ankunft / Der erste Tag

Hamburg Airport

Nachdem Felix uns freundlicherweise zum Flughafen gefahren hatte und es beim Lufthansa Check-In schneller ging, als wir erwartet hatten, kam es, wie es kommen musste: da die Lufthansa einen Flug nach Nürnberg gestrichen hat, wurden die Passagiere auf unsere Maschine nach München umgebucht. Dies brachte uns die erste halbe Stunde Verspätung ein. Bei der knapp bemessenen Zeit zum Umsteigen in München wurden erste Zweifel laut, ob unser Gepäck zusammen mit uns in Singapur ankommen würde…

 

München

Alles verläuft reibungslos, nur die Passkontrolle dauert länger als nötig. Warum lässt die Bundespolizei auch die Lesegeräte für Reisepässe ungenutzt und gibt alle händisch ins System ein? Verstehe wer will, aber da der Urlaub ja auch der Entschleunigung dienen soll, fangen wir eben bereits in Deutschland damit an.

Im Flieger der Lufthansa läuft es dann wieder leicht unrund: aufgrund einer Kontrollleuchte, die nicht leuchten sollte (und nach Angaben des Piloten eigentlich auch nur dann wenn ein Triebwerk nicht funktioniert…), müssen wir zurück auf die Parkposition, um einen Techniker an Bord zu lassen. Mit etwa 45 Minuten Verspätung machen wir uns anschließend auf den Weg gen Asien.

Das Entertainmentsystem in der Rückenlehne meines Vordermannes entschädigt für vieles, wenn auch nicht für die komische metallene Box unter meinem Vordersitz genau an der Stelle, an der mein rechter Fuß stehen möchte… Naja, man kann nicht alles haben. Nach einer Mütze Schlaf, mehreren Filmen aus der bordeigenen Videothek und zwei warmen Mahlzeiten gehen wir in den Sinkflug über und erreichen…

 

Singapur

Kaum aus dem Flieger ging es mit kurzer Verzögerung durch die Einreisekontrolle und anschließend ans Gepäckband, wo uns auch schon unsere Rucksäcke erwarteten! Hat also alles geklappt. Der Zoll wollte uns – und scheinbar alle anderen, die durch den „grünen“ Ausgang gehen wollten – nicht so leicht passieren lassen, sodass unsere Rucksäcke noch einmal durchleuchtet wurden. Im Nachhinein ist zu bemerken, dass sich für unser Handgepäck niemand interessiert hatte, obwohl doch gerade darin die so verhassten Duty-Free-Artikel gewesen wären. Die Einfuhrbestimmungen Singapurs sind nämlich auch nach der Lektüre eines Flyers der Regierung, welcher im Flugzeug ausgeteilt wird, nicht einfach zu verstehen und es wirkt so, als wäre erstmal alles verboten.

Helge

Vom Flughafen aus ging es dann mit dem Bus zu unserer Unterkunft. Hier für zukünftige Singapur-Besucher ein kleiner Hinweis: Busfahrer wechseln kein Geld, nein, sie nehmen dieses noch nicht einmal in die Hand. Man hat passend zu zahlen, wobei die Fahrpreise an sich wirklich günstig sind. Um den Ausstieg nicht zu verpassen, sollte man die Route anhand eines Stadtplanes mitverfolgen oder aber andere Reisende um Hilfe bitten. Ansagen oder ähnliches gibt es nicht.

Als wir dann von einer netten Dame auf unseren bevorstehenden Austieg hingewiesen wurden, ging auch das gut und wir spazierten bei gefühlten 35 Grad Celsius mit unseren Rucksäcken zu einer Privatunterkunft (www.wimdu.de). Diese war aber leider eine Nacht überbucht, so dass wir ausquartiert wurden. Ein Freund der Familie fuhr uns dann mit seinem 2-Sitzer (ja richtig ! 2-Sitzer … Birgit lag zwischen alten Eimern, Leitern, Wasserschläuchen, Chlorgasdosen und sonstigem Arbeitsmüll auf der Ladefläche) zu einem anderen Freund der Familie, die uns ein Zimmer zur Verfügung stellten. Also verbrachten wir schon mal die erste Nacht ganz anders als geplant.